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Kleine Beleuchtungslehre

In gleicher Weise, wie die Gestaltung einer Zange oder eines Hammerstiels darüber entscheidet, wie viele Stunden der Körper arbeiten kann, entscheidet die Beschaffenheit und Richtung des Lichts darüber, wie lange das Auge etwas leisten kann.
Schlechtes Licht kann zu trockenen Augen, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten führen. Häufig wird automatisch eine Körperhaltung mit ungeeigneten Lagen eingenommen, was auf Dauer zu Belastungsschäden mit z. B. krankheitsbedingten Fehlzeiten als direkte Folge führen kann.
Mit Sunnex Beleuchtungslehre hoffen wir, Ihnen die Bedeutung einer ordentlichen Beleuchtung bewusst machen zu können.

Licht für den Physiker
Als Licht bezeichnen wir eine von einer Lichtquelle wie der Sonne oder einer Glühbirne ausgestrahlte Energieform. Für den Physiker ist Licht eine elektromagnetische Wellenbewegung mit unterschiedlich langen Wellenlängen.

In der Umgangssprache wird Strahlung mit einer Wellenlänge von 380 bis 780 Nanometer als sichtbares Licht bezeichnet, wobei die unterschiedlichen Wellenlängen der Strahlung die verschiedenen von uns wahrgenommenen Farben ausmachen. Genau diese Farben können wir in einem Regenbogen sehen oder wenn das Licht in einem Prisma gespalten wird.

Aufgrund der Oberflächenstruktur eines Gegenstands werden gewisse Wellenlängen reflektiert und andere absorbiert. Die reflektierten Wellenlängen erzeugen gemeinsam das Farberlebnis, das uns ein Gegenstand bietet.

Das Gehirn „sieht“
Erst wenn die Lichtstrahlen die Nervenzellen in der Netzhaut des Auges beeinflussen, wird unser Bild von der Umgebung geschaffen – im Gehirn. Damit dies erfolgen kann, muss das Licht durch die Augenlinse auf der Netzhaut gebündelt werden.

Ein Muskel führt die Arbeit aus, um die Wölbung der Linse zu verändern, welche die notwendige Fokussierung erzeugt. Diese Fähigkeit nimmt mit steigendem Alter ab. Personen über 40 Jahre kompensieren dies mit Lesebrillen und besserem Licht. 

Bei einem neugeborenen Kind ist die Linse voll transparent, mit fortgeschrittenem Alter trübt sie sich aber immer mehr. Auch aus diesem Grund benötigt ein gealtertes Auge besseres Licht als ein jüngeres. Die Trübung sorgt auch dafür, dass das Licht im Auge gestreut wird und sich die Empfindlichkeit auf Blendeffekte erhöht.

Das Licht gelangt durch die Pupille ins Auge, wobei sich die Öffnung der Pupille bei schlechten Lichtverhältnissen vergrößert und bei starker Beleuchtung verkleinert. Auch bei einem kurzen Betrachtungsabstand verkleinert sich die Pupille. Für Arbeiten dicht am Auge wird also mehr Licht benötigt.

Die Netzhaut des Auges besteht aus Zäpfchen und Stäbchen. Die Zäpfchen sind für das Farbensehen zuständig und sitzen im gelben Fleck am dichtesten. Die Stäbchen sind sehr lichtempfindlich und treten bei geringer Lichtstärke in Funktion. Sie registrieren die Grautöne des Lichts zwischen Schwarz und Weiß.

Eine ältere Person wird mehr durch Blendeffekte beeinträchtigt als eine jüngere. Außerdem kann sich das ältere Auge schlechter an die Lichtverhältnisse anpassen. Bei Arbeiten im Dunkeln ist es daher wichtig, die Leuchtstärke von einer Instrumentenbeleuchtung oder Ähnlichem justieren zu können.

Gute Beleuchtung ist eine wirtschaftliche Investition
Häufig wird ein neuer Arbeitsplatz nur aufgrund technischer Argumente und auf Kosten ergonomischer Gesichtspunkte gestaltet. Die Forschung zeigt aber, dass sich eine gute Beleuchtungsergonomie in den meisten Fällen lohnt. Um gute Produktionsergebnisse erreichen zu können, muss die Beleuchtung schon in einem frühen Projektstadium beachtet werden. Gute Beleuchtung kann normalerweise mit einfachen Mitteln erreicht werden.

Präzisionsarbeiten und Arbeiten mit beweglichen Gegenständen erfordern sehr viel Licht am richtigen Ort. Zu viel Licht oder falsch gerichtetes Licht blendet aber oder führt zu Kontrastproblemen. Blendeffekte sorgen immer für eine schlechtere Arbeitsleistung und es gibt drei Blendungsarten: Direktblendung, Reflexblendung und Kontrastblendung.

• Direktblendung 

Das Licht darf niemals direkt ins Auge fallen. Wenn die Lichtquelle gesehen wird, liegt Direktblendung vor. 

• Reflexblendung

Reflexblendung liegt vor, wenn das Licht einer Leuchte von einer im Sichtfeld befindlichen Oberfläche reflektiert wird.

• Kontrastblendung

Diese Blendungsart tritt bei zu großen Kontrastunterschieden im Sichtfeld auf.
Eine gute Regel ist, dass die Helligkeit im inneren Sichtfeld, in dem sich das Objekt befindet, drei Mal so groß sein sollte wie seine Umgebung, die wiederum drei Mal heller als die Peripherie sein sollte. Übergänge zwischen Oberflächen mit Helligkeitsverhältnissen von 1:5 sorgen für eine Herabsetzung des Sehvermögens, die genau so groß ist, wie wenn die Beleuchtungsstärke von 1000 auf 30 Lux abfällt. Die Adaption des Auges wird gestört und das Auge ermüdet unnötig schnell.

Korrekte Farbwiedergabe

Die Zusammensetzung des Lichts ist für die korrekte Farbwiedergabe wichtig. Bei Tageslicht empfinden wir die Farbwiedergabe als natürlich. Die Farbwiedergabe von Leuchtstoffröhren und Halogenlampen ist sehr gut. Insbesondere Halogenlampen werden verwendet, wenn an die Farbwiedergabe extrem hohe Anforderungen gestellt werden.

Individuelle Anpassung

Die Beleuchtungsstärke muss immer an die Art der Arbeit angepasst sein. Es kann nicht vorausgesetzt werden, dass für zwei unterschiedliche Arbeitsplätze dieselben Anforderungen an die Beleuchtung gelten. Die Einstellung eines Drehmeißels erfordert beispielsweise eine Beleuchtungsstärke von 3000 Lux, während gewöhnliche Büroarbeiten nur 1000 Lux erfordern. Eine 60 W Glühbirne liefert in einem Abstand von 40 cm 600 Lux.

Die Beleuchtung eines Arbeitsumfelds oder Arbeitsobjekts muss immer mit der allgemeinen Beleuchtung im Raum zusammenpassen. Andererseits kann die allgemeine Beleuchtung niemals die für die Arbeitsaufgabe und den jeweils Ausführenden angepasste Arbeitsplatzbeleuchtung ersetzen. 

Eine gut gestaltete Arbeitsplatzbeleuchtung verringert den Bedarf an eine starke und dominierende Allgemeinbeleuchtung, die dann gedämpft werden kann. Dadurch wird der Aufenthalt im Raum angenehmer und es muss nur eine geringere Leistung installiert werden.

Positive Effekte

Eine korrekt gestaltete Arbeitsplatzbeleuchtung wirkt sich sowohl auf Personal, Leistungsvermögen, Fehlfrequenz als auch den Energieverbrauch positiv aus, also auf Faktoren, die für jede Tätigkeit sehr wichtig sind. Eine Planung, welche die Grundanforderungen an eine gute Arbeitsplatzbeleuchtung erfüllt, kann sich also in vielerlei Hinsicht lohnen. 

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