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Beleuchtungstechnische Begriffsliste

Die wichtigsten beleuchtungstechnischen Grundbegriffe
Wie in allen anderen Spezialgebieten gibt es auch in der Beleuchtungstechnik spezielle Begriffe und Arten. Wir drücken die Eigenschaften der Lichtquellen und Armaturen mit angepassten und festgelegten Größen aus.
Die wichtigsten Begriffe erklären wir im Folgenden.

 

Licht und Strahlung
Mit Licht meinen wir die vom Auge wahrgenommene elektromagnetische Strahlung. Diese Strahlung übt im Auge ein Helligkeitsempfinden aus. Dabei handelt es sich um Strahlung im Wellenlängenbereich 380 – 780 Nanometer. Dieser Lichtbereich macht nur einen sehr kleinen Teil, ein Spektrum, der elektromagnetischen Strahlung aus.

Lichtstrom
Einheit: Lumen (lm). Als Lichtstrom wird die gesamte Strahlung des sichtbaren Bereichs bezeichnet, die von einer Lichtquelle ausgeht. Der Lichtstrom ist eine Lichtleistung und kann in speziellen Fällen auch in Watt (W) angegeben werden.

Lichtstärke
Einheit: Candela (cd). Eine Lichtquelle strahlt seinen Lichtstrom normalerweise unterschiedlich stark und in mehrere Richtungen aus. Die Intensität in eine bestimmte Richtung wird als Lichtstärke bezeichnet.

Leuchtdichte
Einheit: Candela pro Quadratmeter (cd/m2 ). Die Leuchtdichte ist die für das Auge erlebte Helligkeit einer Fläche oder einer Lichtquelle.

Beleuchtungsstärke
Einheit: Lux (lx). Die Beleuchtungsstärke gibt an, wie viel Licht auf eine beleuchtete Fläche fällt.
Die Beleuchtungsstärke 1 Lux entsteht, wenn ein Lichtstrom von 1 Lumen gleichmäßig über eine Fläche von 1 m2 verteilt wird.

Lichtausbeute
Einheit: Lumen pro Watt (lm/W). Die Lichtausbeute gibt an, wie viel Licht in Lumen für jedes verbrauchte Watt ausgestrahlt wird. Dies ist gleichzeitig ein Maß für die Wirtschaftlichkeit einer Lichtquelle.

Farbtemperatur
Einheit: Kelvin (K). Die Farbtemperatur des Lichts einer Lichtquelle wird im Vergleich zu einem „schwarzen Körper“ definiert und in einem Farbkoordinatensystem entsprechend der planckschen Temperaturkurve dargestellt. Eine Glühbirne mit warmem Farbton hat z. B. eine Farbtemperatur von 2.700 K, die Farbtemperatur einer tageslichtähnlichen Lichtquelle kann 6.000 K betragen.
Für eine Farbwiedergabe muss die Farbtemperatur immer mit angegeben werden.

Lichtfarbe
Die erlebte Lichtfarbe kann relativ gut mit der Farbtemperatur beschrieben werden. Die Farbgruppen können in drei Hauptgruppen eingeteilt werden:
• Warmton < 3.000 K
• Weiß 3.300 – 5.000 K
• Tageslicht > 5.000 K
Aufgrund unterschiedlicher spektraler Zusammensetzungen können Lichtquellen derselben Lichtfarbe unterschiedliche Farbwiedergabeeigenschaften haben.

Farbwiedergabe
Abhängig von der Anwendung können unterschiedliche Anforderungen an die Farbwiedergabe gestellt werden. Eine natürliche Farbwiedergabe ist immer von Vorteil. Eine schlechtere Farbwiedergabe kann niemals ein Vorteil sein.
Das Maß für die Farbwiedergabe ist die Farbwiedergabeeigenschaft der Lichtquelle. Diese wird gewöhnlich durch den Farbwiedergabewert Ra angegeben.
Der Farbwiedergabewert Ra ist ein Maß für die Übereinstimmung des verglichenen Lichts mit einem Referenzlicht. Um den Ra-Wert bestimmen zu können, wird das Farbwiedergabevermögen des aktuellen Lichts mit dem des Referenzlichts verglichen. Hierfür werden 8 genormte Farbproben verwendet. Je geringer die auftretenden Farbabweichungen sind, desto größer ist der Ra-Wert für das Licht. Eine Lichtquelle mit Ra = 100 gibt die Farben im Vergleich zum Referenzlicht optimal wieder. Je niedriger der Wert ist, desto schlechter werden die Farben wiedergegeben.
Die Farbwiedergabe Ra muss immer zusammen mit der Farbtemperatur Tf angegeben werden.
Einige Beispiele für den Ra-Wert:
• Glühbirne100
• Halogenlampe 100
• Tageslicht 100
• Vollfarbenleuchtstoffröhre 85
• Vollfarbenleuchtstoffröhre spezial 95
• Metallhalogenlampen 85-92
• Einfachfarbenleuchtstoffröhre 52
• Quecksilberlampen 50
• Hochdrucknatriumlampen 20

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